In Zusammenarbeit mit dem Kunden Fuchs Lubritech und der VdS-Schadenverhütung GmbH in Köln hat WAGNER ein Konzept entwickelt, das den hohen Anforderungen an den Brandschutz im Gefahrstofflager gerecht wird. Das Brandschutzkonzept schützt sowohl das Personal als auch das Lager, die Waren, die Lagertechnik sowie die Umwelt. Ein Teil dieses Konzeptes basiert auf dem Einsatz der aktiven Brandvermeidung OxyReduct®: Mit Hilfe der Sauerstoffreduktionsanlage wird der Sauerstoffgehalt im Gefahrstofflager auf eine Konzentration von 13,5 Vol.-% abgesenkt. Diese kontinuierlich gering gehaltene Sauerstoffkonzentration sorgt dafür, dass die meisten Stoffe gar nicht erst selbstständig brennen können.

Allerdings weisen einige Stoffe im Gefahrstofflager Entzündungsgrenzen auf, die unterhalb dieses Niveaus liegen. Um auch für diese Stoffe einen optimalen Brandschutz zu gewährleisten, hat WAGNER zusätzlich eine durch Flammenmelder angesteuerte CO2-Löschanlage installiert, die im Alarmfall bis zu einer Höhe von etwa fünf Metern einen CO2-Löschsee aufbaut, der die vorhandene Sauerstoffkonzentration auf 8 Vol.-% absenkt und damit eine besonders effektive Brandbekämpfung möglich macht. Damit der Löschsee im Brandfall effektiv wirken kann, werden besonders leicht entzündliche und gefährliche Stoffe daher ausschließlich im unteren Teil des Lagers aufbewahrt.

Frühestmögliche Brandfrüherkennung – maximaler Zeitvorsprung begrenzt den Schaden

Um bei Ausbruch eines Brandes frühzeitig Gegenmaßnahmen ergreifen zu können, sollten TITANUS® Ansaugrauchmelder zusätzlich für die Brandfrüherkennung im Gefahrstofflager eingesetzt werden. Die Ansaugrauchmelder detektieren schnell, zuverlässig und sind bis zu 2.000-mal sensibler als herkömmliche Rauchmelder. Gleichzeitig sind die TITANUS® Ansaugrauchmelder dank eingesetzter Filter, der von WAGNER patentierten Signalverarbeitung LOGIC∙SENS und Driftkompensation höchst täuschungsalarmsicher.

Sofern im Gefahrstofflager der Ernstfall eintritt und ein Brand ausbricht, ist es von absoluter Wichtigkeit, dass umgehend die richtigen Maßnahmen ergriffen werden, um größeren Schaden abzuwenden.

Mit dem Gefahrenmanagement VisuLAN® können verschiedene Gefahrensituationen und Sicherheitssysteme zu jeder Zeit zentral überwacht werden. Die Software bietet über 500 herstellerunabhängige Schnittstellen und ermöglicht die Überwachung von Brandmeldeanlagen, Videoüberwachung sowie Zutritts- und Evakuierungssystemen. Das System macht alle Informationen auf einen Blick jederzeit verfügbar. Unregelmäßigkeiten und Zwischenfälle werden direkt angezeigt und Gegenmaßnahmen können umgehend eingeleitet werden.

Gesetze und Verordnungen zu Brandschutz im Gefahrstofflager

Peroxyde, Natrium, Magnesium oder Phosphor sind Beispiele für brandschutztechnisch kritische Stoffe. Für die Lagerung und Verwendung dieser Stoffe gilt es entsprechende Gesetze und Richtlinien wie die folgenden zu beachten:

• Chemikaliengesetz (ChemG)

• Gefahrstoffverordnung (GefStoffV)

• Technische Regeln für Gefahrstoffe (TRGS)

• Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV)

• Technische Regeln für Betriebssicherheit (TRBS)

Beim Umgang mit Gefahrstoffen gibt es verschiedene Sicherheitsbestimmungen für Unternehmen wie die Technischen Regeln für brennbare Flüssigkeiten (TRbF) sowie die Technischen Regeln für Gefahrstoffe (TRGS). VdS-Richtlinien regeln u. a. die Verwendung und Lagerung brennbarer Stoffe in brandschutztechnisch getrennten Bereichen.

Systeme kombinieren

Um einen Brand zu bekämpfen und seine Ausbreitung zu verhindern, kann das System der aktiven Brandvermeidung um die Gaslöschanlage FirExting®, die effizient und rückstandsfrei löscht, ergänzt werden.