WAGNER bietet Betreibern von Lagerhallen und Logistikzentren innovative Brandschutzkonzepte, um die Betriebssicherheit und den Schutz von Menschen, Prozessen und Waren zu unterstützen: mit dem aktiven Brandvermeidungssystem OxyReduct® wird die Sauerstoffkonzentration in einem zu vor definierten Schutzbereich abgesenkt, sodass die Entstehung und Entwicklung eines Brandes vorbeugend gehemmt wird. Anders als beim Brandschutz mit Sprinklern wird durch die Sauerstoffreduktion ein Brand präventiv vermieden.

Die hochsensiblen TITANUS® Ansaugrauchmelder (früher Rauchansaugmelder genannt) von WAGNER detektieren einen Brand 2.000-mal sensibler als herkömmliche Rauchmelder und bieten damit den entscheidenden Zeitvorteil im Brandfall. Trotz ihrer hohen Sensibilität sind die Ansaugrauchmelder dank eingesetzter Filter, der intelligenten Signalverarbeitung LOGIC∙SENS und Driftkompensation höchst täuschungsalarmsicher.

Im Bereich der Brandbekämpfung bietet WAGNER die Gaslöschtechnik FirExting® an. Die automatischen Gaslöschanlagen löschen mit Inertgasen (Stickstoff, Argon, CO2). Der Vorteil der Löschmittel: sie sind effizient und rückstandsfrei. Waren bleiben frei von Wasserschäden, die häufig die Folge nach dem Löschen mit konventionellen Sprinkleranlagen sind und Prozesse können umgehend wieder aufgenommen werden.

Planung Brandschutz für Lager und Logistik

Die Planung von Lagergebäuden - unabhängig davon, ob es sich um einen Lagerneubau, Lagerumbau oder Gebäudeerweiterungen handelt - verlangt, dass verschiedene Vorschriften und gesetzliche Richtlinien hinsichtlich des Brandschutzes berücksichtigt werden. Forderungen an den Brandschutz ergeben sich vor allem aus dem Baurecht. Bei diesen handelt es sich um öffentlich-rechtliche Forderungen, die wiederum nur als Mindestanforderungen zu verstehen sind. Sie decken jedoch nur eine begrenzte Anzahl an Schutzzielen ab. Um die Anforderungen von Versicherungen an den Brandschutz zu erfüllen, sind häufig weitere Brandschutzmaßnahmen erforderlich. In der Regel werden erst dadurch weitere Schutzziele wie der Sachschutz oder die Verkehrssicherungspflicht erreicht. Die Anforderungen des Betreibers an den Brandschutz spielen außerdem eine Rolle bei der Planung von Brandschutzmaßnahmen. So kann er sich aus Gründen der Eigenverantwortung bzw. zur eigenen Absicherung und Sicherstellung der Betriebsabläufe für weitere umfangreichere Brandschutzmaßnahmen entscheiden. Zusammengefasst müssen für die Planung einer Brandschutzanlage folgende Anforderungen berücksichtigt werden:

  • Baurechtliche Vorschriften
  • Anforderungen des Versicherers
  • Anforderungen des Betreibers

Dennoch ist es aufgrund der verschiedenen Unternehmensgrößen und -anforderungen nicht möglich, ein allgemein gültiges Modell für die notwendigen Brandschutzmaßnahmen zu erstellen. Bereits in der Planungsphase von Lagerhallen oder Logistikzentren sollte daher ein Brandschutzexperte mit eingebunden werden, der ein auf die individuellen Bedürfnisse abgestimmtes Brandschutzkonzept erstellt.

Wechselwirkungen anlagentechnischer, baulicher und organisatorischer Brandschutz

Bei der Planung von Brandschutz-Anlagen ist zu beachten, dass Maßnahmen des anlagentechnischen, baulichen und organisatorischen Brandschutzes sich gegenseitig beeinflussen. Nur durch das Zusammenspiel der verschiedenen Brandschutzmaßnahmen kann die Brandbekämpfung bzw. Brandvermeidung erfolgreich sein. So muss beispielsweise verhindert werden, dass sich verschiedenartige Brandschutzmaßnahmen gegenseitig beeinträchtigen. Sofern die ergriffenen Maßnahmen jedoch sinnvoll kombiniert und sich gegenseitig ergänzend geplant werden, kann eine technisch und wirtschaftlich effiziente Lösung erzielt werden.

Rechtliche Grundlagen Brandschutz - Baurecht, Betriebssicherheitsverordnung & Co.

Unternehmen müssen verschiedene Verordnungen und Richtlinien zum Brandschutz erfüllen. Folgende Verordnungen spielen dabei eine Rolle:

  • Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV)
  • Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV)
  • Bauordnungsrecht der Länder

Nach § 3 der Musterbauordnung, auf der die Landesbauordnungen basieren, sind bauliche Anlagen so anzuordnen, zu errichten, zu ändern und instand zu halten, dass die öffentliche Sicherheit und Ordnung insbesondere Leben, Gesundheit und die natürlichen Lebensgrundlagen, nicht gefährdet werden. In § 14 heißt es weiter, dass bauliche Anlagen so anzuordnen, zu errichten, zu ändern und instand zu halten sind, dass der Entstehung eines Brandes und der Ausbreitung von Feuer und Rauch (Brandausbreitung) vorgebeugt wird und bei einem Brand die Rettung von Menschen und Tieren sowie wirksame Löscharbeiten möglich sind.

Schadenverhütung - Schutzkonzepte für Hochregallager, Tiefkühllager, Gefahrstofflager & Co.

Ob Brandschutz für das automatisierte Hochregallager, für Tiefkühl- oder Gefahrstofflager, jeder Typ eines Regallagers hat unterschiedliche Voraussetzungen und aus brandschutztechnischer Betrachtung spezifische Risiken. Damit unterscheiden sich auch die Anforderungen an das optimale Brandschutzkonzept. Im automatischen Hochregallager mit Kleinladungsträgern (Kleinteilelager) wird im Brandfall das Kunststoffmaterial der Kleinladungsträger zur Herausforderung: Das Brandverhalten ist vergleichbar mit brennendem Benzin. Im Tiefkühllager hingegen schützt Frost nicht vor Feuer - die vorherrschende trockene Atmosphäre mit leicht brennbaren Verpackungsmaterialien begünstigt die Brandausbreitung. In unseren Themenseiten zeigen wir Ihnen durchdachte und maßgeschneiderte Brandschutzlösungen.

Zertifizierte Qualität auf höchstem Niveau

WAGNER entwickelt eigene Technologien und Produkte und setzt damit immer wieder neue Standards im Markt. Aus der eigenen Entwicklungsleistung sind heute bis zu 700 Patente hervorgegangen. Unsere eingesetzten Systeme und Produkte sind geprüft und zertifiziert. Auch als anerkannter Errichter tragen wir die Zulassung von der VdS Schadenverhütung GmbH. Diese Anerkennung ist Ausdruck hoher Qualität und Zuverlässigkeit. Sie ist für Eigentümer sowie Betreiber gleichermaßen von zentraler Bedeutung. Die VdS Schadenverhütung GmbH ist für verschiedene Prüfungen und Zertifizierungen nach DIN, ISO und EN-Normen akkreditiert und ist Mitglied in der European Fire and Security Group (EFSG).

1 OxyReduct®-Generator (VPSA-Technologie): Gewinnt den Stickstoff für die Sauerstoffreduktion im Schutzbereich aus der Umgebungsluft vor Ort
2 Zuluft (Umgebungsluft)
3 Abluft (O2)
4 Einleitungsrohr N2: Führt den Stickstoff in den Schutzbereich ein, i. d. R. Verteilung über eine Umluftklimaanlage
5 Steuerzentrale OxyControl: Steuert die Prozesse der gesamten OxyReduct®-Anlage
6 Bereichsventil: Schließt/Öffnet die Stickstoffzufuhr für den jeweiligen Bereich 
7 Bereichsregler 1 und 2: Überwacht und regelt den Sauerstoffgehalt innerhalb des definierten Schutzniveaus in Kombination mit der OxyControl
8 O2-Sensor OXY-SENS®: Misst permanent die Sauerstoffkonzentration im Schutzbereich
9 OXY-SENS® SIL2-Sensor: Misst zusätzlich die Sauerstoffkonzentration und aktiviert bei Unterschreitung von 12 Vol.-% die Bereichsventilschließung
10 Bereichsanzeige: Zeigt die aktuelle Sauerstoffkonzentration eines Schutzbereiches an
11 TITANUS® Ansaugrauchmeldesystem: Aktive Branderkennung via Luftprobenentnahme zur frühzeitigen Rauchdetektion
12 Bedarfsgerechte Schutzkonzepte: Mittels verschiedener Schutzkonzepte und Sauerstoffkonzentrationen können Schutzbereiche begehbar bleiben, z. B. uneingeschränkt für Personal oder eingeschränkt für Wartungszwecke

Systeme kombinieren

Mit dem Gefahrenmanagement VisuLAN® können verschiedene Gebäudetechnik-, Kommunikations- und Sicherheitssysteme zentral überwacht und gemanagt werden. Sicherheitsrisiken und Bedienfehler werden minimiert. Im Ernstfall können umgehend die richtigen Maßnahmen eingeleitet werden, um größeren Schaden abzuwenden.