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Roboter auf dem Gitter eines automatischen Kompaktlagersystems

Sicherer Brandschutz für Behälterkompaktlager

Risiko verstehen, optimale Lösungen gestalten

Automatisierte Behälterkompaktlager ermöglichen hohe Lagerdichte, geringe Flächenbedarfe und hohe Prozessgeschwindigkeiten. Diese Bauweise erhöht jedoch die brandtechnischen Anforderungen erheblich. Das neue bvfa-Merkblatt „Brandschutz für Behälterkompaktlager“ zeigt deutlich: Ohne ein individuelles, risikobasiertes Schutzkonzept ist ein sicherer Betrieb solcher Systeme nicht möglich. 

Wie lässt sich ein Schutz realisieren, der Menschen, Sachwerte und Lieferfähigkeit gleichermaßen gewährleistet – und zugleich wirtschaftlich bleibt? Konventionelle Lösungen stoßen hier schnell an Ihre Grenzen. 

Moderne Technologien wie die von WAGNER mit einer Kombination aus frühzeitiger Branddetektion und präventiver Brandvermeidung erlauben dagegen maßgeschneiderte, nachhaltig wirksame Schutzkonzepte. 

Besondere Herausforderungen im Brandschutz von Behälterkompaktlagern

Behälterkompaktlager nutzen den Raum mit bis zu 95 % Auslastung. Durch die extrem kompakte Struktur ohne Gassen sind Entstehungsbrände kaum erkennbar und manuell oder durch die Feuerwehr praktisch nicht erreichbar. Die eingesetzten Kunststoffbehälter und das eng gepackte Lagergut erhöhen die Brandlast deutlich. Kleine Entzündungsquellen wie defekte Akkus, überhitzte Komponenten oder technische Störungen können eine rasante Brandausweitung verursachen.

„Die Vermeidung eines Totalschadens in einem Großlager mit herkömmlichen Brandschutzmaßnahmen (z. B. Brandmeldeanlage und Sprinkleranlage) erscheint damit als nicht umsetzbar, es ist daher ein Großschaden an der Ware, der Lagertechnik sowie dem Gebäude zu erwarten“, berichtet Leo Ronken von Gen Re in einem Paper. Selbst erfolgreich gelöschte Brände können zu massiven wirtschaftlichen Folgen führen. 

Aufgrund hoher Kunststoffanteile entsteht im Brandfall zudem stark toxischer Rauch, sodass auch der Umgebungsschutz eine wesentliche Rolle spielt. 

Das bvfa-Merkblatt fordert daher anlagenspezifische Schutzmaßnahmen: „Insbesondere automatische, auf das Risiko angepasste Brandschutzanlagen stellen einen geeigneten Schutz dar.“

Risikobasierter Brandschutz als Schlüssel
– Anforderungen nach bvfa

Das bvfa-Merkblatt beschreibt eine umfassende Risikobewertung in drei Schutzkategorien:  

  1. Schutz des Behälterkompaktlagers bei einem Brand von innen,  

  1. Schutz des Behälterkompaktlagers bei einem Brand von außen,  

  1. Schutz der Umgebung vor einem Brand im Behälterkompaktlager.  

Alle relevanten Kriterien wie Brandlast, Wertbelastung, Verfügbarkeit, elektrische Risiken und Rauchempfindlichkeit sowie Zugänglichkeit werden erfasst.  

Die daraus abgeleiteten Maßnahmen zeigen, dass eine Brandfrüherkennung im Prinzip unverzichtbar ist, wenn es um größtmögliche Sicherheit geht.  

Grundsätzlich ist eine automatische Brandmeldeanlage immer vorzusehen, unabhängig von der Technik zur Brandvermeidung oder zur Löschmethode.  

Die Löschtechniken müssen immer auf das Lagerdesign abgestimmt sein.

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Wasserlöschanlagen (Sprinkler) kontrollieren Brände, können sie aber selten vollständig löschen. Sie benötigen Wassertanks sowie Löschwasserrückhalteeinrichtungen, um kontaminiertes Wasser von der Umwelt fernzuhalten. 

Komplette Ansicht der Gasbehälter einer FirExting Löschanlage

Inertgaslöschanlagen wirken nur bei offenwandigen Behältern, um das Löschmittel ausreichend schnell zu verteilen. Voraussetzung ist eine dichte Einhausung. 

Anzeige des Sauerstoffgehalts in sauerstoffreduzierter Atmosphäre

Sauerstoffreduzierungsanlagen vermeiden die Entzündung kontinuierlich aktiv und wirken so präventiv gegen Brandentstehung. Sie erfordern ebenfalls dichte Einhausung. 

Das Merkblatt betont, dass ein effektiver Brandschutz frühzeitig in die Lagerplanung integriert werden muss, da Konstruktion und Brandschutztechnik sich wechselseitig beeinflussen.

Zur Risikobewertung und den empfohlenen Maßnahmen zum Schutz von Behälterkompaktlagern und deren Umgebung siehe bvfa-Merkblatt. 

Die optimale Schutzlösung: Prävention statt Reaktion

Vorteile des WAGNER-Ansatzes

Da Sprinkler in kompakten Lagersystemen Brände meist nur kontrollieren, nicht aber verhindern, bieten präventive Maßnahmen wie das Sauerstoffreduzierungssystem OxyReduct® deutliche Vorteile. Das bvfa-Merkblatt empfiehlt Sauerstoffreduzierungsanlagen besonders für Lager mit hoher Wertbelastung oder hohen Anforderungen an die kontinuierliche Warenverfügbarkeit. 

Durch kontrolliertes Einbringen von Stickstoff senkt OxyReduct® den Sauerstoffgehalt dauerhaft unter den Entzündungsgrenzwert. Brände können so unter definierten Bedingungen nicht entstehen oder sich ausbreiten, sodass Betriebsunterbrechungen vermieden und die Lieferfähigkeit gesichert bleibt.

Brandfrühestkennung mit TITANUS®­

Detektion in der Entstehungsphase

Die im Merkblatt geforderte frühzeitige Detektion wird durch WAGNERs Ansaugrauchmelder auf höchstem Niveau erfüllt. TITANUS® detektiert Rauchpartikel bereits in der Pyrolysephase, also lange bevor offene Flammen entstehen können. Kabelschwelbrände, die auch unter Sauerstoffreduzierung entstehen können, werden frühestmöglich detektiert. Gegenmaßnahmen lassen sich unmittelbar einleiten. 

Versicherungsfähigkeit als entscheidender Faktor für Betreiber

Wie das bvfa-Merkblatt betont auch die Veröffentlichung „Automatische Lagersysteme – Herausforderungen für den Brandschutz“ des GDV die Bedeutung der Versicherungsfähigkeit. Vielen Unternehmen sei „nicht bewusst, dass ein aus bauaufsichtlicher Sicht als ausreichend erachtetes Brandschutzkonzept zur Erlangung einer Baugenehmigung im Schadenfall nicht vor größeren Sachschäden und längeren Betriebsunterbrechungen schützt, die sogar das wirtschaftliche Überleben eines Betriebes bedrohen können“. 

Auf Basis zahlreicher Schadenerfahrungen fordern Versicherer daher oft zusätzliche Maßnahmen wie: 

  • eine vollständige Risikoanalyse, 
  • individuell angepasstes Brandschutzkonzept, 
  • brandschutztechnische Maßnahmen zur Sicherstellung der Verfügbarkeit, 
  • der Nachweis der Wirksamkeit durch unabhängige Prüfstellen, 
  • sowie eine frühzeitige Einbindung von Feuerwehr und Versicherung.  

„Welche Maßnahmen geeignet und notwendig sind, hängt von der Art des Lagers und seiner Bedeutung ab und sollte immer mit dem Versicherer abgestimmt werden.“

Für Betreiber bedeutet das: Nur wenn das Behälterkompaktlager technisch und organisatorisch so abgesichert ist, dass Brandentstehung, Brandausbreitung und längere Betriebsunterbrechungen zuverlässig verhindert werden können, gilt es als versicherbar. Die Deckungskonzepte dafür werden entsprechend spezifisch maßgeschneidert. 

Moderne Systeme wie OxyReduct® und TITANUS® senken das Risiko präventiv und verbessern damit die Versicherbarkeit deutlich. Auch der GDV betont, dass „Sauerstoffreduzierungsanlagen unter bestimmten Randbedingungen eine wirksame Maßnahme für den Brandschutz“ sein können.  

Porträt von Ralf Keck, Insurance Relations Manager bei WAGNER

Jetzt Risiken aktiv minimieren

Als Versicherungsexperte empfehle ich: Warten Sie nicht, bis ein Brandschutzkonzept im Ernstfall versagt. Ich zeige Ihnen, wie Sie Ihr Lager wirksam absichern und Betriebsunterbrechungen vorbeugen.

Ralf Keck

Insurance Relations Manager

+49.511.97383-0