Im Rechenzentrum kommen hochsensible TITANUS®-Ansaugrauchmelder zur Brandfrühesterkennung zum Einsatz. Sie entnehmen kontinuierlich Luftproben und erkennen bereits geringste Rauchpartikel. Dadurch lassen sich mögliche Brände bereits frühzeitig im Entstehungsstadium identifizieren und sofort Gegenmaßnahmen einleiten, noch bevor Schäden an den EDV-Anlagen entstehen. Eine intelligente Brandmustererkennung reduziert das Risiko von Täuschungsalarmen erheblich.
Zur Brandvermeidung wird zusätzlich das Sauerstoffreduzierungssystem OxyReduct® eingesetzt. Es senkt die Sauerstoffkonzentration gezielt unter die Entzündungsgrenze der eingesetzten Materialien. Abhängig vom Schutzbereich liegt das Sauerstoffniveau bei 14 % oder 17 %. Diese Werte gewährleisten, dass der Zutritt für Personen jederzeit möglich bleibt – sei es für Wartungsarbeiten oder um die Ursache einer Detektion direkt zu beheben.
Kommt es dennoch zu einem kritischen Anstieg der Messwerte, aktiviert das System eine N2-Gaslöschanlage FirExting®. Sie leitet Stickstoff als Löschgas in den Schutzbereich ein, reduziert den Sauerstoffgehalt durch Schnellabsenkung und verhindert einen entstehenden Brand umgehend rückstandsfrei. Auf diese Weise arbeiten angrenzende, nicht unmittelbar betroffene Bereiche uneingeschränkt weiter.
Um das Schutzniveau nach einer Schnellabsenkung stabil zu halten, generiert OxyReduct® kontinuierlich weiteren Stickstoff aus der Umgebungsluft und führt ihn in den Schutzbereich ein. So bleibt die Sauerstoffkonzentration beispielsweise bei 14 % dauerhaft aufrechterhalten. Dies verhindert eventuelle Rückzündungen oder eine Ausbreitung zuverlässig.
Mit diesem mehrstufigen Brandschutzkonzept stellt GRASS-MERKUR sicher, dass das gesamte Rechenzentrum, in dem auch der Cloud Exchange HAN-CIX betrieben wird, rund um die Uhr verfügbar bleibt – als leistungsfähiger, sicherer und vertrauenswürdiger Knotenpunkt für den regionalen und internationalen Datenverkehr.