Brände aktiv vermeiden, um nachhaltig zu schützen

OxyReduct® PSA-Anlagen eignen sich besonders zur aktiven Brandvermeidung für große Raumvolumina. Bei dem Verfahren der Pressure Swing Adsorption (PSA) wird mit Hilfe von Aktivkohle Stickstoff erzeugt.

  • PSA steht für Pressure Swing Adsorption
  • Adsorptionsprozess mit Kohlenstoffmolekularsieb (CMS)
  • Betriebsdruck: ca. 6-8 bar(ü)

Über einen Kompressor wird Umgebungsluft durch zwei Behälter mit Kohlenstoffmolekularsieb, kurz CMS (englisch Carbon Molecular Sieve), gedrückt, wodurch Sauerstoff und Stickstoff voneinander getrennt werden. Der Sauerstoff wird innerhalb der Behälter über Aktivkohle gebunden und als Abluft in die Umgebung geleitet. Der Stickstoff wird in den Schutzbereich eingeleitet und dort in gleichbleibender Konzentration im Raum verteilt.

Anwendungsbereiche

Hochregallager

Sehr hohe Bauweisen von 30 Metern und mehr, eine Zentralisierung der Warenströme auf riesige Logistikzentren und investitionsreiche Intralogistiksysteme: Aus brandschutztechnischer Sicht ergibt sich in Summe ein hohes Brandrisiko, das im Ernstfall durch konventionelle Löschsysteme kaum unter Kontrolle zu bringen ist. WAGNER hat daher für wertkonzentrierte und sensible Bereiche die aktive Brandvermeidung OxyReduct® entwickelt, um von vornherein eine wirtschaftliche und vorbeugende Brandschutzanlage für seine Kunden zu realisieren.

zur Anwendung

Automatisiertes Kleinteilelager

Der hohe Automatisierungsgrad und die maximale Auslastung der Lagerkapazität durch baulich schmale Gassen mit hohen, dichten Lagerregalen begünstigen eine Brandentstehung und Ausbreitung. Ein Löschen mit Schaum oder Wasser stellt sich zum Einen als schwierig da und führt zum Anderen zu weiteren Schäden. Speziell Kleinladungsträger aus Polypropylen verhalten sich im Brandfall wie eine brennbare Flüssigkeit. Mit OxyReduct® kann das Risiko einer Brandentwicklung aktiv verhindert werden.

zur Anwendung

Tiefkühllager

Das geänderte Konsumverhalten hat den Bedarf an gefrorenen Fertiggerichten oder Lebensmitteln wie Fisch, Fleisch, Gemüse und Backwaren erhöht. Im gleichen Maße sind die Anforderungen an die Prozesskette in der Tiefkühllogistik gestiegen. Im Tiefkühllager würde ein Brand bereits die Lebensmittel durch geringste Rauchbeaufschlagung beschädigen und die Lieferverpflichtungen gefährden. Mit Frostschutzmittel versetztes Löschwasser würde die Ware ebenso unverkäuflich machen. Wirksamen Schutz vor Brandentstehung bietet die Sauerstoffreduzierungsanlage OxyReduct®, die im naturgemäß dichten Lagergebäude die Schutzatmosphäre besonders energiesparend aufbaut und hält. Bei freier Begehung für die Mitarbeiter.

zur Anwendung

Gefahrstofflager

Die Sicherheit von Gefahrstofflagern stellt Betreiber und Brandschutzbeauftragte vor große Herausforderungen. Das Lagergut ist brennbar und leicht bis hoch entzündlich. Um diesen Gefahren vorzubeugen, haben sich Brandschutzkonzepte bewährt, die das Gefährdungspotenzial von vornherein reduzieren, wie beispielweise eine Sauerstoffreduzierungsanlage mit CO2-Löschsee von WAGNER.

zur Anwendung

Lithiumbatterie-Lager

Der steigende Bedarf an Lithium-Ionen-Zellen entwickelt sich geradezu explosionsartig im Automotivebereich. Die größte Brandgefährdung liegt in der Produktion bei der Formation und dem Aging der Zellen. Werden Lithium-Ionen-Batterien außerhalb ihrer Spezifikation betrieben, sind sie bei mechanischer, elektrischer oder thermischer Einwirkung potentiell gefährlich. So kann eine Zelle durch Erwärmung bersten und sich das ausströmende Elektrolyt entzünden. Eine Explosion und die Entzündung weiterer benachbarter Zellen können zu einer Brandkettenreaktion führen. Der Einsatz von Sprinkleranlagen ist aufgrund der hohen Packungsdichte bei der Batterielagerung sowie der Leitfähigkeit von Wasser problematisch. In zahlreichen Brandversuchen konnte WAGNER nachweisen, dass eine sauerstoffreduzierte Schutzumgebung eine Brandausbreitung durch eine entzündete Zelle unterbunden werden kann.